USA

Die Berichtssaison zum vierten Quartal hat abermals in Summe positive Überraschungen mit sich gebracht, deren Dynamik sowie die absolute Höhe des Gewinnwachstums konnten jedoch nicht an die vergangenen Quartale anschließen. Zudem sind die Schätzungen der Analysten für die Quartale 1 bis 3 des laufenden Jahres empfindlich reduziert worden. Auch die Konjunktur-Vorlaufindikatoren zeigen weiter nach unten. Es liegt also der Schluss nahe, dass derzeit zu viel an guten Nachrichten eingepreist wird und dass die aktuell gegebenen Indexniveaus allzu leicht zu Gewinnmitnahmen bzw. einer handfesten Korrektur führen können.

Europa

Die Berichtssaison gewinnt an Dynamik und bis jetzt war die Mehrzahl der Unternehmen in der Lage die Erwartungen zu erfüllen bzw. zu übertreffen. Gleichzeitig scheinen auch die anhaltend starke M&A-Tätigkeit, ein positives Liquiditätsumfeld sowie die absolut gesehen weiter attraktiven Bewertungen zu unterstützen. Wir befinden uns aber andererseits in der Situation, dass auch die Argumente für unsere negative Quartalssicht (schwächeres US-Wachstum, nachlassende Gewinndynamik und negative Revisionen) einzutreffen scheinen, der Markt schenkt den ersteren Argumenten aber mehr Gewicht. Wir glauben, dass die Investoren zuletzt ein zu rosiges Szenario für die nächsten Monate eingepreist haben und bestätigen daher unsere "Verkauf"-Empfehlung.

Japan

Die zuletzt ermutigenden Makrodaten bildeten die Grundlage für die BoJ den japanischen Leitzins um 25 BP auf nunmehr 0,5 % anzuheben. Der Nikkei 225 zeigte sich allerdings unbeeindruckt und konnte die 18.000-Punkte-Marke überwinden und damit den höchsten Stand seit 2000 markieren. Zwar ist die von uns erwartete Aktienmarktschwäche bisher noch nicht eingetreten. Die von uns dafür angeführten Argumente sind aber noch nicht vom Tisch. Wir gehen daher in den nächsten Monaten von tieferen Kursniveaus aus.