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Die "Nisshin Maru" vor der Havarie

Foto: AP/The Institute of Cetacean Research
Wellington/Tokio - Japan will nach dem verheerenden Brand auf dem Walfangschiff "Nisshin Maru" laut neuseeländischen Regierungsangaben offensichtlich die Jagd auf Wale für dieses Jahr beenden. Wie der neuseeländische Umweltminister Chris Carter am Montag mitteilte, habe Tokio dies angedeutet. Die neuseeländische Regierungschefin Helen Clark sagte, es sei eine "katastrophale Walfangsaison" für Japan gewesen. Der Vorfall habe Japans Ruf international beschädigt.

Nach dem Feuer an Bord schien die "Nisshin Maru" am Montag Kurs in Richtung Japan aufgenommen zu haben. Der Sprecher der japanischen Walfangflotte, Glenn Inwood, sagte von Tokio aus im neuseeländischen Rundfunk, das Schiff teste immer noch seine Maschinen. Aber eine Fortsetzung des so genannten Walforschungsprogramm in diesem Jahr werde immer unwahrscheinlicher.

Brand auf der "Nisshin Maru"

Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo hatte berichtet, über die weiteren Walfang für dieses Jahr soll bis Mittwoch entschieden werden. Die neuseeländische Regierung und Umweltschützer hatten die Japaner aufgefordert, das Schiff so schnell wie möglich aus der sensiblen Ökozone zu schleppen. Der Sommer geht dort zu Ende und das Packeis wird dichter.

Bei dem Feuer auf der "Nisshin Maru" war am 15. Februar ein Seemann ums Leben gekommen. Das Schiff hatte aus eigener Kraft nicht mehr manövrieren können und war zur Stabilisierung zwischen zwei Booten vertäut worden. Es sei inzwischen repariert worden und habe sich Samstagnacht in Bewegung setzen können, berichtete das Forschungsinstitut. (APA/dpa)