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Spam ist weiter auf dem Vormarsch: Laut einem aktuellen Bericht des australischen Sicherheitsunternehmens Marshal hat sich das Aufkommen der unerwünschten Werbemails seit vergangenem Oktober um 280 Prozent erhöht. Derzeit sind etwa 85 Prozent aller E-Mails Spam. Bleibt es bei dieser Steigerungsrate, sind Ende des Jahres mindestens 90 Prozent aller E-Mails, die ein durchschnittlicher Benutzer empfängt, Werbung für günstige Markenuhren, halbseidene Investitionsmöglichkeiten und diverse Potenzmittel.

Neue "Bot-Nets"

Der Grund für die Flut an Spammails sind laut den Experten des "Marshal's Threat Research and Content Engineering Teams" neu in Betrieb genommene "Bot-Nets" in China und Südkorea. In diesen Netzwerken ferngesteuerter Computer fassen Spam-Versender (Spammer) Rechner von Privatpersonen und Unternehmen zusammen, die nicht ausreichend mit Firewalls und Anti-Viren-Programmen abgesichert wurden. Über so genannte Trojaner-Programme erlangen die Spammer Kontrolle über diese PCs und verwenden sie dann zum koordinierten Mail-Versand.

Ein Thema für Unternehmen

Laut den Analysten von Marshal wird Spam auch 2007 für Unternehmen eines der größten Sicherheitsprobleme darstellen. "Viele Industrievertreter haben vorausgesagt, dass das Spam-Problem mittlerweile gelöst sein würde", so Bradley Anstis, Director of Product Management bei Marshal. "Derzeit können wir aber nicht voraussagen, wann Spam-Filter nicht mehr benötigt werden".(APA)