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Die Gesundheits-und Familienministerin Andrea Kdolsky am Sonntag in der TV-Pressestunde des ORF.
Foto: APA/ORF-PHOTOGRAPHIE/THOMAS JANTZEN
Wien - Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) hat sich in der ORF-"Pressestunde" gegen "jede Form der Diskriminierung" gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ausgesprochen. Die Ehe halte sie zwar für einen "besonderen Zustand" zwischen Mann und Frau, in rechtlichen Angelegenheiten wünscht sie sich aber eine rechtliche Gleichstellung "in allen Agenden". Eine schlechte Stimmung in der Koalition konnte die Ministerin nicht ausmachen, unterschiedliche Meinungen seien "nichts Schlechtes".

"Bunte" ÖVP-Diskussion möglich

Gleichgeschlechtlichen Partnerinnen und Partnern sollten keine Nachteilte bei Mietrecht oder Erbrecht entstehen, sagte die Ministerin. Ob diese rechtliche Gleichstellung notariell oder vor dem Standesamt gemacht wird, sei eine Frage, die auch in der ÖVP-"Perspektivengruppe" besprochen werden sollte, sagte sie. Probleme mit ihrem Standpunkt innerhalb der ÖVP sieht sie keine: In der Volkspartei sei eine breite und bunte Diskussion möglich, so die Ministerin.

Standesamt in Sicht

Erst am Samstag hatte Justizministerin Maria Berger (S) im Ö1-"Journal zu Gast" gemeint, homosexuelle Paare könne man durchaus vor dem Standesamt heiraten lassen. Aber auch ein Notariatsakt sei für sie eine Möglichkeit, sagte Berger. (APA)