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Vista / Aero
Die Tücke liegt im Detail

Grafik: Archiv
Gern verweist Microsoft darauf, dass mit der neuen Windows-Generation auch das User Interface erheblich verbessert worden sein soll. Dadurch sei es möglich, so effizient wie noch nie mit dem Betriebssystem zu arbeiten, so die Schlussfolgerung des Softwareherstellers.

Studie

Während sich manche Veränderungen - wie etwa der Look - nicht wirklich objektiv bewerten lassen, so gibt es doch einige Parameter an einem grafischen Interface, die in Zahlen gefasst werden können. Dies hat nun das französische Marktforschungsunternehmen Pfeiffer Consulting in einer unabhängig finanzierten Studie versucht.

UIF

Dabei hat man sich angesehen wie Vista/Aero in den Bereichen User Interface Friction (UIF) und Interface-Effizienz abschneidet. Das Ergebnis ist wenig erfreulich für den Softwarehersteller aus Redmond: Die neue Windows-Generation schneidet in diesen Bereichen nicht nur deutlich schlechter als die Konkurrenz von Apple ab, auch im Vergleich zum Vorgänger Windows XP hat sich einiges zum Negativen verändert.

Zahlen

So habe sich etwa die Maus-Präzision - ein vor allem im Layout und Design-Bereich äußerst relevanter Bereich - spürbar verschlechtert. Pfeifer Consulting ermittelte einen Abweichwert von 0.52 für Vista/Aero, unter Windows XP waren es noch nur 0.40. Zum Vergleich: Mac OS X erreicht hier 0.08.

Latenz

Ein zweiter untersuchter Bereich war die Latenzzeit beim Öffnen der Menüs. Laut der Studie ist man hierbei um rund 20 Prozent langsamer geworden als Windows XP. Gleiches gilt für die täglichen Desktop-Aktivitäten: Das Öffnen von Verzeichnissen, das Löschen von Dateien und andere Tätigkeiten gehen nun im Schnitt um rund 16 Prozent langsamer vonstatten.

Produktivität

Allen, die im grafischen Bereich tätig sind, rät Pfeifer Consulting deswegen sich einen Umstieg auf Windows Vista genau zu überlegen. Gerade für diese BenutzerInnen zeige sich eine verringerte Produktivität mit der neuen Generation des Microsoft-Betriebssystems. (red)