Wien – Der runde Tisch mit den Umweltorganisationen Greenpeace, Global 2000 und Virus sowie der Asfinag und Vertretern der Stadt zum Thema Lobau-Autobahn und Lobau-Tunnel ist laut Sprecherin von Stadtrat Rudi Schicker (SP) "planmäßig" abgelaufen.

Es sei darum gegangen, die Position der beiden Parteien zur Nordost-Umfahrung (S1) anzuhören und Lösungen für das Verkehrsproblem in der Region zu finden. Über Ergebnisse oder konkrete Punkte der vierstündigen Diskussion wollten die Teilnehmer nichts verraten. Ein weiteres Treffen findet in einigen Wochen statt.

Greenpeace-Klimaexperte Jurrien Westerhof ließ am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zu Klimaschutz-Strategien für Österreich durchblicken, dass der Fokus auf die Vereinbarkeit von Verkehr und Klimaschutz gelegt wurde. „Aber man kann nicht sagen, "Wir wollen das Klima schützen" und dann Straßen bauen“, meinte er.

Sein Kollege Erwin Mayer lehnte den Ankauf von Zertifikaten aus dem Ausland, den Umweltminister Josef Pröll (VP) durchführen will, ab. Die Reduktion der Treibhausgase bringe auch eine Reduktion von Feinstaub, Stickoxiden und Lärm, sagte Mayer. Eine der Strategien könnte eine CO2-Steuer – zehn Euro die Tonne – sein, welche in einen Klima-Katastrophenfonds eingezahlt werden soll. (mil, DER STANDARD Printausgabe 1.3.2007)