Wien - Innenminister Günther Platter (V) hatte für den Polizeieinsatz höchstes Lob übrig: "Es war vorbildlich." Er wies darauf hin, dass man durch das spektakuläre Verbrechen in Wien-Neubau deutlich gesehen habe, "wie wichtig Sicherheit ist". Besonders das Verhandlerteam lobte der Minister: "Ich möchte ihnen danken, dass sie den Weg der Verhandlung eingeschlagen haben." Man bewege sich bei solchen Gesprächen auf einem sehr schmalen Grat.

Platter richtete sich auch an die Medien. Diese sollten "prinzipiell und insbesondere bei solch sensiblen Einsätzen" so vorgehen, dass "die Polizei ungehindert arbeiten kann". Solche Störungen wie Anrufe können "fatale Folgen haben", sagte der Minister.

Am Rande des Empfangs war unter Polizeibeamten übrigens zu hören, dass sich Vertreter der Tageszeitung "Österreich" bereits bei der Exekutive entschuldigt hätten. Ein "Österreich"-Journalist hatte am Dienstag in der betreffenden Bawag-Filiale angerufen und mit dem Geiselnehmer Kontakt aufgenommen. Die Aktion hatte zu heftiger Kritik seitens der Exekutive und Medienexperten geführt. (APA)