Wien - Das Ende des analogen Antennenfernsehens - am Montag schon in Vorarlberg - treibt die Absätze digitaler Satellitenempfänger in die Höhe. Dem STANDARD liegen nun erste Daten von Ende 2006 vor.

Wie berichtet hat die ORF-Sendertochter ORS inzwischen rund eine Million Decoderkarten für digitales Satfernsehen ausgegeben. GfK erhebt in mehreren Umfragen pro Jahr, über welche Wege die Österreicher fernsehen.

34 Prozent Digitalempfang

Im Frühjahr 2006 bekamen 21 Prozent der österreichischen TV-Haushalte ihre Programme über Digitalsatellit (der im Gegensatz zum analogen auch ORF 1, 2 und ATV ins Haus liefert). Zum Jahresende 2006 waren es bereits 27 Prozent. Die analogen Satseher gingen von 29 auf 23 Prozent zurück. Sechs der 39 Prozent der Kabelhaushalte sehen inzwischen digital. Ein Prozent von elf schaut digital über Antenne. Ergibt 34 Prozent Digitalempfang.

Über einen "Boom" der Digitalsatelliten freute sich TV-Vermarkter Markus Breitenecker (ProSiebenSat.1) per Presseaussendung. Je mehr digitale Satempfänger, desto mehr potenzielles Publikum für die Austro-Werbefenster deutscher Privatsender. Daten darf er auf Anfrage weder nennen noch kommentieren, seit die neue Arbeitsgemeinschaft Teletest über sie wacht.

Montag schaltet laut ORS-Sprecher Michael Weber ORF-Landesdirektor Wolfgang Burtscher analoges Antennen-TV für Bregenz live in Ö3 ab. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 5.3.2007)

GfK-Zahlen

Dienstag veröffentlichte GfK in der Pressekonferenz der neuen Arge Teletest quasi offizielle Zahlen für Anfang 2007: 34 Prozent Kabel analog, nur drei Prozent Kabel digital. 27 Prozent Digitalsatellit und 25 Prozent Satellit analog sowie ein prozent digitales Antennen-TV und 10 Prozent analoge Antenne. (fid)