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Wer die Dame ewig mit dem genialen Kunstleider Tom Waits vergleicht, verstellt sich den Blick aufs Wesentliche: Eleni Mandell bedarf keiner tollen Vergleiche, sie ist selber toll. Ihr aktuelles Album "Miracle Of Five" belegt dies eindrucksvoll.

Ihre Songs, unterstützt von zärtlich-rauchigem Bar-Jazz und lässig hingeschlenzt, die Mandell ebenso nonchalant mit ihren Texten versieht, zählen mit zum Besten, das man im zeitgenössischen weißen Existenzialisten-Blues-Fach für Geld zu hören bekommt. Dazu reicht sie etwas Reform-Country, ohne dass gleich ein Almauftrieb droht.

Die US-Sängerin, die für all den Altmänner-Kram auch viel zu gesund aussieht, ist derzeit mit Band auf Europatournee, drei Konzerte fallen dabei für Österreich ab: Gönnen Sie sich das! (flu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 3. 2007)