"Das Fräulein"

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Wien - Am 8. März, dem internationalen Tag der Frau, starten heuer die 4. Internationalen Frauenfilmtage "Frauenwelten" im Wiener Filmcasino. Bis 15. März stehen wieder anspruchsvolle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, begleitet von Diskussionen und Publikumsgesprächen, auf dem Programm. Eröffnet wird das Festival in Anwesenheit der Regisseurin mit Andrea Stakas Drama "Das Fräulein", das im Vorjahr in Locarno und Sarajevo als bester Film prämiert wurde.

"Das Fräulein" erzählt von den Beziehungen dreier Frauen aus Ex-Jugoslawien, die aus unterschiedlichen Gründen in die Schweiz emigriert sind. Am Drehbuch hat Barbara Albert mitgeschrieben. Mirjana Karanovic, die eine vereinsamte Kantinenbetreiberin spielt, hat gerade beim EU XXL-Festival in Krems den Darstellerinnenpreis für ihr Gesamtwerk erhalten.

Tribut an Judit Elek

Auf dem Programm stehen weiters u.a. Christina Comencinis Inzest-Drama "La Bestia nel Cuore" (Don't Tell) mit der in Venedig als beste Darstellerin prämierten Giovanna Mezzogiorno in der Hauptrolle, Anne Villacèques Mutter-Tochter-Geschichte "Riviera" mit Miou-Miou, Angelina Maccarones Drama "Verfolgt" über die Leidenschaft einer Bewährungshelferin zu ihrem Probanden oder Ruxandra Zenides Porträt eines rumänischen Mädchens, "Ryna".

Als Tribut an die ungarische Regisseurin Judit Elek, die heuer ihren 70. Geburtstag feiert und persönlich anwesend sein wird, läuft der Spielfilm "A Hét Nyolcadik Napja" (The Eighth Day of the Week), in dem eine alte Ex-Ballerina nach dem Tod ihres Mannes mit den Auswirkungen des Kapitalismus konfrontiert wird (13.3., 19.30 Uhr). In Kooperation mit dem Akkordeonfestival und als Hommage an Asta Nielsen präsentiert das Festival im Rahmen einer Sonntagsmatinee (11.3., 13 Uhr) G.W. Pabsts "Die freudlose Gasse", live am Akkordeon begleitet von Maria Düchler.

Dokumentarische Beiträge aus Österreich

Die in der Schweiz lebende Iranerin Afsar Sonia Shafie präsentiert am 11. März (17.30 Uhr) persönlich ihr Familienporträt "City Walls - My own private Teheran". Im Dokumentarfilmbereich werden am 10. März auch zwei österreichische Beiträge gezeigt: Um 17.30 Uhr steht Anja Salomonowitz' inszenierte Doku "Kurz davor ist es passiert" über diverse Spielarten des Frauenhandels auf dem Programm, begleitet von einer Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Politikerinnen. Und um 21.30 Uhr stellt SI.SI. Klocker als Pre-Screening "Die Frau, die Arbeit, die Kunst und das Geld" vor, ein Porträt von Künstlerinnen wie Annie Sprinkle, Mara Mattuschka oder Maria Hofstätter.

Den Abschluss am 15. März bildet "Princesas", die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Prostituierten in Madrid, die mit dem spanischen Oscar-Äquivalent "Goya" ausgezeichnet wurde und im Anschluss regulär im Kino läuft. (APA)