Bekannt wurde sie als zornige Stimme des Protests. Auf der CD "Gula Gula" von 1989 nennt Mari Boine die jahrhundertelange Diskriminierung der Samen durch das norwegische "Herrefolk" ohne Umschweife beim Namen. Mit Erfolg: Dass man heute über Existenz und Schicksal dieser Ethnie weiß, hat auch mit ebenjener Mari Boine Persen zu tun, die 1956 nahe dem Nordkap geboren wurde. Sie, die sich vokal eher atmosphärisch auf die samische Tradition des Joik-Gesangs bezieht, ist zur Botschafterin ihrer von respektvoller Kommunikation mit Mutter Erde geprägten Kultur mutiert. Man findet sie auf dem Album "Idjagiedas" (2006) wieder im Kontext handgemachter Klänge. (felb/ DER STANDARD, Printausgabe, 13.03.2007)