Jerusalem - Im israelischen Religionsministerium ist die jüdische Orientalistin Chaja Jagen zur Leiterin der Islam-Abteilung ernannt worden. "Diese Ernennung ist eine Erniedrigung für die Moslems und für den Islam", entrüstete sich der arabische Knesset-Abgeordnete Taleb al Sana. "Es ist schon eine Schande, dass nur Juden unsere religiösen Angelegenheiten verwalten. Jetzt setzen sie uns auch noch eine Frau vor", fügte er hinzu. Ein Sprecher des Religionsministeriums verteidigte die Ernennung: Jagen sei eine verdiente Mitarbeiterin. Sie selbst meinte gegenüber der Zeitung "Yediot Aharonot": "Wenn ich das Gefühl hätte, diese Aufgabe weniger gut zu machen als ein Araber, hätte ich das Amt nicht übernommen." (APA)