Wien nimmt sich des Themas gewaltverherrlichender Computerspiele an. Nachdem die Stadt zu Jahresbeginn bereits eine entsprechende Expertenrunde einberufen hat, folgen nun die ersten Maßnahmen. Unter anderem stand heute, Freitag, im Landtag ein Allparteienantrag zur Abstimmung, der eine bundeseinheitliche Regelung in den Jugendschutzgesetzen der Länder zum Ziel hat.

"Es geht um eine bessere Orientierung beim Kauf für Eltern"

Demnach soll Jugendstadträtin Grete Laska zunächst eine Gesetzesnovelle ausarbeiten, die eine Alterskennzeichnung bei Computerspielen vorsieht und bei der auch Inhalte wie Gewalt, Drogen und Diskriminierung ausgewiesen werden könnten. "Es geht um eine bessere Orientierung beim Kauf für Eltern", so Laska im APA-Gespräch.

Zuversicht

In einem zweiten Schritt sollen dann mit den anderen Bundesländern Verhandlungen aufgenommen werden, diesen Passus zu übernehmen. Sie schätze die Chancen hoch ein, hier eine Einigung zu erzielen, zeigte sich die Wiener Jugendstadträtin zuversichtlich.

Kampagne im Herbst

Im Herbst folgt dann eine komprimierte Kampagne, zu der unter anderem eine neue Expertenenquete und ein Informationstag im Wiener Rathaus für Kinder und Erwachsene gehört. Es gehe um Bewusstseinsbildung und Aufklärung, nicht um ein Verteufeln, so Laska. Dies sei vor allem auch bei Eltern und Lehrern vonnöten, die den Kindern bei den Computerkenntnissen oftmals unterlegen seien. (APA)