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Foto: APA/EPA/Wittek
Wien - Das Tauziehen um die großflächigen E-Center der Edeka Südbayern in Österreich geht in die nächste Runde: Seit mehr als einem Jahr versucht Edeka die 21 Verbrauchermärkte - bis 2004 firmierten sie unter dem Namen Magnet - zu verkaufen. Nun will der Handelskonzern offenbar nur noch die Immobilien verkaufen, die Märkte aber weiterhin selbst betreiben, geht aus einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Format" hervor. Damit wäre der vollständige Rückzug aus Österreich - die Gruppe hatte zuletzt ihre Anteile an der Adeg AG an die Adeg-Genossenschaft verkauft, die sie an die Rewe Group Austria veräußerte - vorerst vom Tisch.

Immobilienpaket zu verkaufen

Die Edeka Südbayern verkaufe nun ein Immobilienpaket, bestehend aus 17 E-Centern in ganz Österreich. Die Gebäude, die sich teils in attraktiven Stadtlagen befinden, sind laut Schätzung eines interessierten Immobilien-Investors rund 100 Mio. Euro wert, heißt es. Verhalten interessiert zeigten sich vor allem offene und geschlossene Immobilienfonds.

Shopping-Malls

Alle Versuche von Edeka-Chef Hans-Georg Maier, sich auch von den E-Centern selbst als letzter österreichischer Handelsbeteiligung zu trennen, scheiterten bisher. Zuletzt gründete die Muttergesellschaft Edeka zwei Tochterfirmen ("R. Edeka HandelsGmbH" und "S. Edeka HandelsGmbH"), um die Supermärkte darin aufzuteilen und an Billa und Spar abzugeben. Beide prüften laut "Format" die heruntergewirtschafteten Shopping-Malls und winkten vorerst - genau wie der anfänglich interessierte Handelsriese Tesco - ab. (APA)