Washington - Der Ausstoß von Treibhausgasen der USA ist einem Bericht der Umweltbehörde (EPA) zufolge von 1990 bis 2005 um 16 Prozent gestiegen. Damit seien die Emissionen hinter dem Wachstum der US-Wirtschaft geblieben, die im gleichen Zeitraum um 55 Prozent zugelegt habe, teilte die EPA am Montag mit.

Im Jahr 2005 seien insgesamt 7,26 Milliarden Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen worden. Dies sei ein Anstieg von weniger als einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewesen, berichtete die Behörde weiter. 1990 lag der jährliche Ausstoß noch bei 6,242 Milliarden Tonnen. 41 Prozent der CO2-Emissionen seien 2005 durch die Erzeugung von Strom verursacht worden, das meiste davon durch Kohlekraftwerke.

Die Behörde wird ihren Abschlussbericht den Vereinten Nationen (UN) übergeben. Die USA kommen damit einer alljährlichen Verpflichtung aus der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel nach. Die USA hatten das Abkommen 1992 ratifiziert. Präsident George W. Bush weigerte sich jedoch, das nachfolgende Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen, da er befürchtete, dass es der US-Wirtschaft schaden könne.

Stattdessen setzt die derzeitige US-Regierung auf freiwillige Ziele der Unternehmen zur Reduzierung ihres CO2-Ausstoßes. Das Weiße Haus strebt bis 2018 eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen von 18 Prozent an. Die USA sind der größte Verbraucher von Energie und fossilen Brennstoffen und tragen damit entscheidend zum Ausstoß von Treibhausgasen bei, der von vielen Wissenschaftlern mit der langfristigen Erwärmung der Erde in Verbindung gebracht wird. (APA/Reuters)