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Foto: APA/Roland Schlager
Barcelona - Das heute angebotene Marihuana hat nach Angaben einer US-Expertin mindestens drei Mal mehr Wirkstoff als das vor 15 Jahren. Damals habe die Konzentration von THC (Tetrahydrocannabinol) etwa bei zwei Prozent gelegen, heute betrage sie mindestens sechs, in manchen Fällen sogar bis zu 18 Prozent, sagte die Direktorin des US- Forschungsinstituts zum Drogenmissbrauch, Nora Volkow, der spanischen Nachrichtenagentur EFE in Barcelona.

Hohe Konzentration besser für Verkauf

Die Ursache sei, dass hoch konzentriertes Marihuana als qualitativ besser gelte und sich teurer verkaufen lasse. Dies habe die Hersteller dazu bewogen, Cannabis-Pflanzen mit möglichst hoher THC-Konzentration zu züchten.

Negative Auswirkungen

Marihuana gelte zu Unrecht als eine "weiche und unschädliche Droge". Es könne vor allem bei Jugendlichen Herzrhythmusstörungen, Angstzustände oder geistige Störungen verursachen. "Wer in der Schule Erfolg haben will, sollte in keinem Fall Marihuana rauchen. Das Rauschgift beeinträchtigt sowohl das Erinnerungs- als auch das Auffassungsvermögen", betonte die international anerkannte Hirnforscherin. Jugendliche seien besonders betroffen, weil das Gehirn sich noch stark entwickle. (APA/dpa)