Berlin - Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft hat am Dienstag die mehrjährige Haftstrafe für einen bekannten syrischen Menschenrechtsanwalt kritisiert. "Die Europäische Union ist tief besorgt über wiederholte Fälle der Verfolgung von Menschenrechtsverteidigern in Syrien", hieß es in einer Stellungnahme des Auswärtigen Amtes.Der 48-jährige Anwar al-Bunni war zuvor zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er die Politik seiner Regierung gegenüber dem Libanon kritisiert hatte. Das US-Außenministerium kritisierte den Richterspruch als traurigen Kommentar zum Zustand der politischen Freiheit in Syrien. Bunni hatte vor seiner Verhaftung 2006 ein EU-gefördertes Menschenrechtszentrum in der syrischen Hauptstadt Damaskus eröffnet. Dieses war kurz darauf von den Behörden geschlossen worden. Syrien geht seit vergangenem Jahr wieder massiv gegen Regierungskritiker vor. (APA/Reuters)