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Ball am Ball.

Foto: APA/dpa/Stillwell
London - Der ehemalige englische Fußball-Weltmeister Alan Ball ist im Alter von 61 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. Das berichteten britische Medien am Mittwoch. Der ehemalige Spieler von Blackpool, Everton, Arsenal und Southampton absolvierte 72 Länderspiele für England und erzielte dabei acht Tore, ehe er für 19 Jahre ins Trainergeschäft wechselte.

Ball ist nach Kapitän Bobby Moore, der 1993 einem Krebsleiden erlegen ist, der zweite verstorbene Spieler des legendären englischen Teams, das bei der Heim-WM 1966 im Finale Deutschland mit 4:2 besiegt hatte. Alle Teammitglieder sind von Queen Elizabeth II. zu "Mitgliedern des Britischen Empire" (MBE) ernannt worden.

Leblos in Garten aufgefunden

Ball war am Mittwoch in der Früh leblos in seinem Garten aufgefunden worden. Laut Polizeiangaben hatte er ein Feuer in seinem Garten bekämpft. Noch am Vorabend hatte der Weltmeister von 1966 den 3:2-Sieg von Manchester United im Champions-League-Halbfinale gegen den AC Milan im Fernsehen verfolgt. "Anschließend habe ich noch mit ihm gesprochen. Er war in großartiger Verfassung", versicherte sein geschockter Sohn Jimmy.

Ball war mit 21 Jahren der jüngste Spieler in der englischen Weltmeister-Mannschaft von 1966, laut seinem damaligen Trainer Alf Ramsey aber sogar deren wichtigster. Der vielseitige Mittelfeldspieler, als Dauerläufer und ausgezeichneter Flankengeber bekannt, war für ein Jahrzehnt auf der rechten Seite eine Konstante im englischen Team.

"An diesem Tag war er vielleicht sogar unser bester Spieler", sagte Bobby Charlton im Hinblick auf das legendäre WM-Finale 1966. "Ohne seinen großen Einfluss auf das Spiel hätte das Ergebnis ganz anders ausfallen können. Er hatte keine Nerven und war eine große Inspiration für uns alle. Er war ein sensationeller Spieler mit großem Gefühl und großer Übersicht. Ich bin von der Nachricht seines Todes geschockt." (APA/Reuters)