Buffalo - Thomas Vanek heimst nach seinen beeindruckenden Playoff-Auftritten gegen die New York Rangers nicht nur von der Presse Lob ein, auch seine Mitspieler in Buffalo zeigen sich von den Qualitäten des 23-jährigen Steirers begeistert. So konstatierte etwa Sabres-Kapitän Daniel Briere, mit 32 Toren im Grunddurchgang und bisher einem Playoff-Treffer selbst ein Erfolgsgarant: "Wenn es darum geht, knappe Spiele zu gewinnen, dann ist Tom immer für ein Tor gut."

Der sympathische und bei den Fans überaus beliebte Kanadier berichtete nach Spiel zwei der Conference-Semifinalserie gegen die Rangers von Vaneks Anfangszeiten bei den Sabres. "Als wir ihn vor zwei Jahren im ersten Trainingscamp kennen gelernt haben, konnte man schon sehen, dass er alle Voraussetzungen mitbringt, ein großer Spieler zu werden. Bei manchen Spielern dauert es länger, bis sie explodieren, bei anderen nicht so lange", beschrieb Briere den steil aufsteigenden Werdegang des Österreichers.

"Tom hat sich in dieser Saison großartig entwickelt, ist sehr gereift. Dazu muss man ihm gratulieren." In Anspielung auf Vaneks weniger erfolgreiche Playoff-Premiere im Vorjahr meinte der in Gatineau/Quebec geborene Briere fest: "Wir hatten ihn damals nicht zur Verfügung, und jetzt ist er einer unserer wichtigsten Spieler. Er hat in den Playoffs bisher wirklich solides, starkes Eishockey für uns gespielt."

Vanek selbst hat für seinen Erfolgslauf eine einfache Erklärung: "Ich fühle mich super und habe viel Selbstvertrauen. Die Sicherheit ist da." Der angehende Volksheld in der Eishockey-verrückten Region Buffalo-Niagara blüht nach seinem starken Grunddurchgang in der entscheidenden Phase der Saison noch einmal richtig auf: "Man merkt bei jedem Check, dass man in den Playoffs ist." Die Einschätzung einiger seiner Kollegen, wonach die Sabres in der ersten Runde gegen die New York Islanders (4:1) noch nicht auf Betriebstemperatur waren, teilt Vanek nicht.

"Ich finde nicht, dass wir gegen die Islanders noch nicht genug Aggressivität und Playoff-Stimmung gehabt haben. Aber die Rangers sind jetzt natürlich trotzdem schon ein anderes Kaliber", so der Steirer, der nach wie vor auf ein direktes Duell mit Rangers-Verteidiger Thomas Pöck hofft: "Natürlich wäre das schön. Und er hat es sich mit seinen Leistungen auch verdient, zu spielen. Aber vielleicht kommt es ja noch dazu."

Der angesprochene Pöck trug seine neuerliche Zuschauerrolle mit Fassung, nachdem er zwar mit aufwärmen durfte, dann aber für den leicht angeschlagenen Michal Rozsival wieder das Feld räumen musste: "Er ist ganz klar unser bester Verteidiger. Und daher wird er auch dann immer spielen, wenn er nur zu 80 Prozent fit ist." (APA)