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Frank Schirrmacher

Foto: APA/dpa/ Boris Roessler

Kassel - Der Kulturpreis Deutsche Sprache geht in diesem Jahr an den Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und Autor, Frank Schirrmacher. Das teilten der Verein Deutsche Sprache aus Dortmund und die Baden-Badener Eberhard-Schöck-Stiftung am Donnerstag in Kassel mit. Schirrmacher erhalte den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis "für seine sprachlichen Leistungen als Zeitungsjournalist und Buchautor und in Würdigung der sprachlichen Kultur des Feuilletons der FAZ, das immer wieder Maßstäbe setzt".

Damit geht der Jacob-Grimm-Preis erstmals seit seiner Stiftung vor sechs Jahren an einen Journalisten. "Die Beiträge von Frank Schirrmacher zeichnen sich aus durch Stilsicherheit, Eleganz und beispielhafte journalistische Qualität", sagte der Sprecher der Jury, der Bamberger Germanist Helmut Glück. Der Preis solle ein Zeichen dafür setzen, dass die Sprache des Journalismus eine Vorbildfunktion erfülle. Dieser Verantwortung werde Schirrmacher in vorbildlicher Weise gerecht.

"Angewandte Chemie"

Für ihren Beitrag zur Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur in Finnland erhält die Deutsche Bibliothek Helsinki den mit 5.000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache. Die 1877 gegründete Bibliothek umfasst mehr als 40.000 deutschsprachige Titel. Sie sei ein "Leuchtturm der deutschsprachigen Kultur in Nordeuropa". "Die Jury versteht ihre Entscheidung auch als Protest gegen die drohende Schließung dieser größten deutschsprachigen Bibliothek Finnlands", hieß es. Die Bibliothek habe auch eine symbolische Funktion in den deutsch-finnischen Beziehungen, sagte Jury-Sprecher Glück. Den undotierten "Institutionenpreis Deutsche Sprache" erhält die Redaktion der Zeitschrift "Angewandte Chemie" für ihren bewussten Umgang mit der Sprache.

Die drei Preise werden am 27. Oktober in Kassel verliehen. Die bisherigen Träger des Hauptpreises sind Rolf Hochhuth, die Frau des russischen Präsidenten, Ludmila Putina, Christian Meier, Vicco von Bülow alias Loriot, Paul Kirchhof und im vergangenen Jahr der Schriftsteller Günter de Bruyn. (APA/dpa)