Pristina/Belgrad - Russland hat die USA und die Partner in der Europäischen Union über seine Bedingungen für die Annahme einer UNO-Resolution zum Kosovo informiert. Wie die in Pristina erscheinende albanischsprachige Tageszeitung "Koha Ditore" am Donnerstag berichtete, sei in drei Fällen mit keinem russischen Veto im Weltsicherheitsrat zu rechnen.

Für eine Zustimmung Russlands müsse der Resolutionsentwurf der UNO entweder eine sowohl für Belgrad wie auch für Pristina annehmbare Lösung, oder die bisher nicht umgesetzten Verpflichtungen aus der seit 1999 geltenden UN-Resolution Nr. 1244, oder nur Teile aus dem Ahtisaari-Plan enthalten. Im letzten Fall müsse die Resolution aber die Verschiebung der Status-Frage auf einen späteren Zeitpunkt vorsehen.

Der UN-Chefvermittler für den Kosovo, Martti Ahtisaari, hatte dem Weltsicherheitsrat eine international überwachte Unabhängigkeit für die Provinz vorgeschlagen. Belgrad widersetzt sich vehement dem Vorschlag und will die südserbische Provinz nicht aus dem serbischen Staatsgebiet herausgelöst sehen. Im mächtigsten Entscheidungsgremium der UNO unterstützte Russland bisher die Bemühungen Belgrads um eine Fortsetzung der Verhandlungen.

Elf Unterstützer

Die Tageszeitung "Zeri" will indessen unter Berufung auf westliche Diplomatenkreise wissen, dass elf von 15 Mitgliedern des Weltsicherheitsrates den Vorschlag Ahtisaaris unterstützen. Dagegen würden sich allerdings die zwei ständigen Mitglieder Russland und China, sowie Indonesien und Südafrika aussprechen. (APA)