Santa Monica - Der streitbare US-Filmemacher Oliver Stone hat einen Werbefilm gegen den Irak-Krieg gedreht. In dem von der linken Aktionsgruppe MoveOn.org finanzierten 30-Sekunden-Streifen kommt der US-Soldat John Bruhns zu Wort, der 2003 bis 2004 im Irak im Einsatz war. US-Präsident George W. Bush habe vorgegeben, dass mit dem Krieg die Freiheit für den Irak erkämpft werde. "Aber ich habe das so nicht empfunden. Die (US-)Truppen wurden von Irakern angriffen, die uns als Besatzer betrachten", sagte Bruhns.


Oliver Stones Spot für MoveOn.org

Auch Vietnam-Veteran Ron Kovic, dessen Lebensgeschichte Stone in dem Film "Geboren am 4. Juli" verarbeitete, wendet sich in einer Audioaufzeichnung an das US-Publikum. "Wie viele Männer und Frauen müssen wie ich in einem Rollstuhl nach Hause kommen? Dieser Krieg macht keinen Sinn", gab Kovic zu bedenken.

Filmemacher Stone verwies während einer Pressekonferenz aus Anlass des Sendebeginns der Polit-Werbung am Donnerstag auf seine Erfahrung als Soldat im Vietnam-Krieg. "Vor 40 Jahren war ich in Vietnam. Ich sah, was ich sah. Es ist für mich die selbe Geschichte im Irak. Entfremdung von der Zivilbevölkerung, unsere Unfähigkeit zur Kommunikation, der Tod und die Zerstörung", erklärte Stone. (APA/AFP)