Wien - Die zum Turnauer-Konzern gehörende, in Wien notierte Constantia Packaging ist durch die Übernahme der deutschen Hueck Folien und des rumänischen Papieretiketten-Herstellers Novis mit kräftigen Zuwächsen ins Geschäftsjahr 2007 gestartet. Wie aus dem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht hervorgeht, stiegen sowohl Umsatz als auch operative Gewinne im ersten Quartal um rund 30 Prozent an. Auch im Gesamtjahr rechne man trotz weiter steigender Rohstoffkosten und anhaltender Überkapazitäten im Markt "mit einem erneuten Anstieg sowohl beim Umsatz als auch bei den Erträgen", erklärte das Unternehmen im Quartalsbericht.

Im ersten Jahresviertel stiegen die Umsätze nach erstmaliger Konsolidierung der beiden Zukäufe um 30,8 Prozent von 258,0 auf 337,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich dabei um 30,9 Prozent auf 46,7 Mio. Euro. Organisch, sprich ohne Zukäufe, legte der Konzern bei den Umsätzen um 34,5 Mio. Euro und beim EBITDA um 6,5 Mio. Euro zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 29,8 Prozent auf 30,0 Mio. Euro, das Periodenergebnis um 21,8 Prozent auf 15,7 Mio. Euro.

AMAG-Erwerb

Nach langem Ringen hatte die Constantia Packaging Ende März eine Grundsatzvereinbarung zum Erwerb der Mehrheitsanteile am Aluminium-Konzern AMAG in Ranshofen erzielt. Die Übernahme sei ein "weiterer Schritt zur Diversifizierung unseres Geschäfts und zur Absicherung unserer Rohstoffbasis", erklärte die Constantia Packaging am Montag im Quartalsbericht.

Die AMAG mit rund 830 Mio. Euro Jahresumsatz (ohne die Umsätze der Extrusion, die von Constantia nicht mitübernommen wird) ist ein langjähriger Lieferant des Unternehmens für Aluminium. Mit der endgültigen Vertragsunterzeichnung und dem Abschluss der Mehrheitsübernahme rechnet der Konzern im 2. Halbjahr 2007. (APA)