Wien - Der Direktor des Wiener "Haus des Meeres", Michael Mitic, hat am Mittwoch der Theorie von Tauchlegende Hans Hass widersprochen, wonach der mysteriöse Tod von sechs Haien auf einen Giftanschlag zurückzuführen sei.

Hass hatte gegenüber der Tageszeitung "Österreich" die These aufgestellt, "dass jemand in bösartigem Willen gehandelt hat und die Haie vergiftet worden sind". Für Mitic ist ein solcher Kriminalfall "eigentlich unvorstellbar".

"Es spricht alles dagegen", so der Direktor. Das Becken sei nicht unbeaufsichtigt gewesen und vor allem hätten drei von neun Haien den Umzug in das neue 300.000-Liter-Bassin überlebt. Außerdem würden zahllose weitere Fische munter im Aquarium schwimmen - ohne Vergiftungserscheinungen zu zeigen. Allerdings ist der Fischexperte selbst noch ratlos über die Todesursache seiner Schützlinge: "Mir sind auch die anderen Möglichkeiten nicht vorstellbar."

Veterinärmedizinische Untersuchung abwarten

Man müsse einfach die veterinärmedizinische Untersuchung abwarten, dann wisse man Genaueres. Dessen ungeachtet werde das "Haus des Meeres" derzeit von tausenden Anrufen überschwemmt, die Theorien zum Ableben der Meeresräuber aufstellen würden: "Jeder ist jetzt ein Haiexperte." (APA)