Wien - Zwar kein Penthouse, aber eine große Wohnung in einem Haus im Eigentum einer BAWAG-Tochtergesellschaft für die ehemalige AMV-Gründerin Dagmar Partik-Wordian hat die ÖVP heute, Mittwoch, im Banken-Ausschuss erzürnt. Die Bawag-Tochtergesellschaft zeige sich durch die günstige Wohnung als "großzügiger Wohnraumbereitsteller", so VP-Abgeordnete Gabriele Tamandl.

"Dabei wurde von Seiten des Vermieters das Mietverhältnis sogar jahrelang aufrechterhalten und auf eine Kündigung verzichtet, obwohl die Mieterin ihren Hauptwohnsitz im Ausland hat", kritisierte Tamandl im Zusammenhang mit dem neuen Hauptwohnsitz der Unternehmerin in Zypern.

"Schlechter Zustand"

Dagmar Partik-Wordian, Ehefrau des früheren Bawag-Vorstands Gerhard Partik, hatte im Ausschuss angegeben, die Wohnung in der Wollzeile 22 sei in schlechtem Zustand vom Vormieter, offenbar einem DDR-Nachrichtenbüro, übernommen worden.

Das Ehepaar Partik sei offenbar Teil eines "SPÖ-Flöttl-Bawag-Netzwerkes" gewesen, kritisierte Tamandl am Mittwoch in einer Aussendung. Eigenartigerweise sei Partik-Wordian bereits die dritte Zeugin, die im Untersuchungsausschuss aussage, mit ihrem Mann kaum über Geschäfte gesprochen zu haben. "Darüber kann sich ja wohl jeder selbst ein Bild machen", meinte die ÖVP-Abgeordnete. (APA)