Kabul - Die Afghanistan-Schutztruppe ISAF hat zivile Opfer bei einem Gefecht zwischen US-Truppen und Taliban-Kämpfern im Süden des Landes bestätigt. 20 verletzte Zivilpersonen seien behandelt worden, darunter ein Kind, das später an seinen Verletzungen gestorben sei, hieß es in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erklärung. Es gebe bestätigte Berichte über zivile Opfer, aber es sei unklar, um wie viele es sich handle. Gemeinsame Ermittlungen von ISAF und afghanischen Stellen seien eingeleitet worden. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Helmand kamen bei Luftangriffen am Dienstag 21 Zivilpersonen ums Leben, Anwohner sprachen von einer noch höheren Opferzahl. Das Gefecht in der Region Sangin war der dritte größere Vorfall mit zahlreichen zivilen Opfern in den vergangenen Monaten. Der afghanische Präsident Hamid Karzai hat wiederholt gefordert, mehr zur Vermeidung ziviler Opfer bei Militäraktionen zu tun. (APA/AP)