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Foto: Reuters/Danish Ismail
Rom - Fiat-Chef Sergio Marchionne feiert die gelungene Sanierung seines Konzerns, der noch vor drei Jahren in der tiefsten Krise seiner Geschichte steckte. "Bis vor drei Jahren sahen wir nur noch Dunkelheit um uns. Jetzt könnten wir GM und Ford kaufen", sagte Marchionne in einer Ansprache bei einem Wirtschaftsseminar in Mailand. Das Unternehmen schreibe Gewinne, schütte Dividenden aus und habe an Marktanteilen gewonnen. Ziel bis 2010 sei einen Umsatz von 70 Mrd. Euro zu erreichen, so der Fiat-Chef.

Wende dank harter Arbeit

Der Konzern habe eine Phase "schrecklicher Schwierigkeiten" erlebt. Dank harter Arbeit habe Fiat die Wende geschafft. "Ich habe keine magischen Formeln. Man muss ständig arbeiten, leiden, risikofreudig und nicht zu protektionistisch eingestellt sein", betonte Marchionne, der den Konzern seit zwei Jahren leitet. Konkurrenz sei willkommen, weil sie die Menschen zur Steigerung ihrer Erfolge ansporne.

Fiat habe in den letzten Jahren wichtige Beschlüsse gefasst, die zu raschen Änderungen geführt haben, fügte Marchionne hinzu. Ziel sei, immer stärker mit Toyota zu konkurrieren. "Wir wissen, dass wir von Toyotas Resultaten noch entfernt sind, wir haben ein neues Vertrauen entdeckt. Wir können mit einigen Freunden bei den Banken rechnen, weil wir das halten, was wir versprechen. Wir sind zuverlässig und verantwortungsbewusst", meinte Marchionne. Toyota sei der "Klassenerster" unter Fiats Rivalen und deshalb ein Beispiel.

Der Fiat-Chef plant weitere Akquisitionen, die voraussichtlich bis 2010 erfolgen sollten. Auch an weiteren Allianzen will der Turiner Konzern feilen. (APA)