Innsbruck - Weiterhin im Amt bleiben will jener Tiroler Vizebürgermeister, der wegen des Besitzes von Kinderpornografie vom Landesgericht Innsbruck rechtskräftig verurteilt worden ist. Dies teilte der Oberländer am Freitag in einer Email der APA mit. Seine Funktion als Geschäftsführer einer Bezirksparteiorganisation der Tiroler VP wurde mittlerweile aufgelöst. Wie am Freitag bekannt wurde, trat er außerdem aus der Partei aus. "Ich werde die Funktion des Bürgermeister-Stellvertreters weiterhin mit ganzer Kraft ausüben," erklärte er in dem Email. Der ehemalige Funktionär der Tiroler Volkspartei war im Dezember letzten Jahres zu 9.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Ihm war vorgeworfen worden, sich kinderpornografisches Material auf seinen Computer geladen zu haben.Strafe zu gering Das Dienstverhältnis zwischen dem Oberländer und der Tiroler Volkspartei wurde gelöst. Eine Amtsenthebung sei gemäß Gemeindeordnung allerdings erst ab einer Verurteilung zu einer Haftstrafe von mindestens einem Jahr möglich. Als Vizebürgermeister habe er nicht auf einer VP-Liste kandidiert, sondern sei mit einer unabhängigen Bürgerliste angetreten, erklärte ein Sprecher der VP auf Anfrage. Aufgeflogen sein dürfte der Vizebürgermeister im Zuge einer österreichweiten Razzia. Damals war bei mehreren Personen pornografisches Material aus dem Internet sicher gestellt worden. Auf eine Berufung vor dem Oberlandesgericht hatte der Beschuldigte, der mehrfach seine Unschuld beteuert hatte, verzichtet. (APA)