Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Kern damit, wie in Fernsehbetrieben die Entwicklung und Innovation von Programmen organisiert und realisiert wird. Dazu werden zunächst allgemein die ökonomischen Grundlagen zu Medienbetrieben und die Spezifika von Medienprodukten erläutert. Daraufhin werden diverse Managementansätze, Organisationskonzepte bzw. -formen sowie Einflussgrößen dargelegt, die für die Innovationstätigkeit anwendbar bzw. von Bedeutung sind. Des weiteren werden Marktbeziehungen, Wertschöpfungsorganisation, Erlösmodelle und Kern-Ressourcen differenziert, die im speziellen für die Fernsehwirtschaft kennzeichnend sind. Ferner wird aufgezeigt welche Formen der TV-Programmbeschaffung für Fernsehveranstalter möglich sind. Auf Basis dieser einleitenden Kapitel, die den Kontext programmlichen Innovationsmanagements aufbereiten, folgt ein Blick in die fernsehbetriebliche Praxis. Mit Fallstudien zu den österreichischen Fernsehsendern ORF, ATV und Puls TV sowie den deutschen Free-TV Anbietern ZDF und ProSieben, wird beleuchtet, wie die Arbeit an bzw. Beschaffung von Programminnovationen organisiert und realisiert wird und welche Unternehmensstrukturen, Strategien, Aufgaben, Arbeitsweisen und Prozesse dabei vorherrschen. Nach der jeweils zusammenfassenden Darstellung folgt eine vergleichende Analyse der Ergebnisse und eine Interpretation mit Bezug auf die Inhalte der vorangehenden Kapitel.