Die Gallenblase , ein birnenförmiger Sack, ist Zwischenspeicher für die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit. Die Galle ist zäh, gelb bis grün und besteht zu 72 Prozent aus Wasser, zudem aus Enzymen, Lipiden, Cholesterin und Leberabbauprodukten wie Bilirubin. Zwecks Fettverdauung, für die die in der Flüssigkeit enthaltene Gallensalze maßgeblich sind, wird die Galle beim Essen durch Kontraktionen (Cholekinese) in den Zwölffingerdarm befördert.

Die Galle neutralisiert den sauren Speisebrei und hilft bei der Ausscheidung von Cholesterin und Bilirubin. Stimmt der Mix aus Lecithin, Cholesterin und Gallensalze nicht mehr, können durch Kristallisation Gallensteine entstehen. 80 Prozent der Steine sind in Europa harte Cholesterinsteine, der Rest weichere Pigment- oder Bilirubinsteine. Meist bleiben die Steinchen unbemerkt. Verlegen sie die Gallenwege, treten Schmerzen auf. Bei Symptomen wie diffusem Bauchweh Verdauungsbeschwerden oder Koliken spricht die Medizin von Cholelithiasis.

Nachgewiesen werden Gallensteine durch Ultraschalluntersuchungen. Einzig erfolgreiche Behandlungsmethode ist die Operation, meist wird die minimalinvasive Operationstechnik, die laparoskopische Cholecystektomie, angewandt. (jub)