Kabul/Islamabad- Ein pakistanischer Offizier hat nach afghanischen Angaben bei einem sicherheitspolitischen Treffen zwei US-Soldaten erschossen. Der Mann sei aufgestanden und habe auf die Soldaten gefeuert, sagte ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums am Montag. Dabei seien zwei weitere US-Soldaten verletzt worden.

Die US-Soldaten hätten das Feuer erwidert und mehrere pakistanische Armeeangehörige getötet. Auch ein afghanischer Offizier sei verwundet worden. Ein Sprecher des pakistanischen Militärs dementierte, dass pakistanische Soldaten Schüsse abgegeben hätten.

Der Vorfall ereignete sich nach der Beendigung eines Treffens in der Stammesregion Kurram, in pakistanischem Grenzgebiet. Dort hatten Armeeangehörige darüber diskutiert, wie Grenzstreitigkeiten zwischen pakistanischen Truppen, afghanischen Soldaten und Stammesangehörigen vermieden werden könnten. Am Sonntag war es an der Grenze zu heftigen Gefechten gekommen, dabei starben nach afghanischen Angaben auch zwei Schulkinder.

Die Beziehung zwischen den beiden Nachbarstaaten hat sich in den vergangenen 18 Monaten drastisch verschlechtert. Afghanistan beschuldigt Pakistan, nicht entschlossen genug gegen die Taliban vorzugehen, die aus dem pakistanischen Grenzgebiet heraus operieren. Erst vor zwei Wochen hatten die Präsidenten beider Länder daher bei einem Treffen eine verstärkte sicherheitspolitische Zusammenarbeit vereinbart. (APA/Reuters)