Frankfurt - Der börsenotierte Solarzellenhersteller Ersol hat wegen hoher Anlaufkosten bei einem neuen Tochterunternehmen einen Rückgang des Nettogewinns verbucht. Im ersten Quartal sank das Ergebnis nach Steuern auf 1,5 Mio. Euro von zwei Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Erfurter Unternehmen am Dienstag mitteilte. "Wir konnten die Verluste der Tochter zur Herstellung von Dünnschichtmodulen nicht mit den Gewinnen anderer Töchter gegenrechnen", sagte eine Unternehmenssprecherin unter Verweis auf entsprechende Regeln des Bilanzierungsstandard IFRS.

Operativ legte die Ersol AG, die 500 Mitarbeiter in Thüringen und 30 in Kalifornien beschäftigt, hingegen zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich um 28 Prozent auf 4,3 Mio. Euro erhöht. Wegen einer ins zweite Quartal verschobenen Lieferung nach Spanien stagnierte allerdings der Ersol-Umsatz bei 26,1 nach 25,7 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Ersol seine Prognosen. Demnach erwartet der Solarzellenhersteller unverändert einen Umsatz von 148 bis 155 (2006: 127,8) Mio. Euro und ein operatives Ergebnis in Höhe des Vorjahresniveaus von gut 20 Mio. Euro.

Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen geriet die im Technologie-Index TecDax notierte Ersol-Aktie unter Druck und verlor zeitweilig mehr als vier Prozent auf 54,60 Euro. (APA/Reuters)