Wien - Die Allianz Österreich ist trotz der Schadensleistungen für die Orkane Kyrill und Olli gut ins Geschäftsjahr 2007 gestartet. Vor allem die Preisführerschaft im Veranlagungsbereich habe der Allianz hierzulande einen noch stärker als erwarteten Mittelzufluss gebracht, teilte die Versicherung am Dienstag mit. Das neue Direktanlage-Produkt "Allianz Top Cash" für täglich fälliges Geld habe sich zum "Publikumshit" entwickelt.

Wie berichtet hat die Allianz Gruppe Österreich ihre Geschäftsstrategie verstärkt auf den Vorsorgebereich ausgerichtet und im Februar angekündigt, dass sie bei der Veranlagung für Kunden generell Preisführer sein will. Mit "Allianz Top Cash" sei diese Rechnung voll aufgegangen: mehr als 7.500 Kunden haben sich den Angaben zufolge für diese Form der Direktveranlagung entschieden, bei der für täglich fälliges Geld 3,6 Prozent Zinsen gezahlt werden. Fast ein Drittel davon seien Neukunden, teilte die Allianz mit. "Mit einem veranlagten Volumen von über 55 Millionen Euro haben wir das innerhalb von zwei Jahren angepeilte Ziel schon nach drei Monaten deutlich übertroffen", sagte dazu Vorstandsvorsitzender Wolfram Littich.

Mit 92,1 Mio. Euro liegen die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung samt Sparanteilen für fondsgebundene Lebensversicherungen bis Ende März knapp höher als im Vorjahresquartal mit 92,0 Mio. Euro. Inklusive April betrage das Wachstum plangemäß mehr als 8 Prozent. Die Allianz geht davon aus, dass sich im Lebensversicherungsbereich speziell bei der Eigenvorsorge der Bedarf der Kunden in den nächsten Jahren vervielfachen werde.

In der Krankenversicherung seien die eingenommenen Prämien um 6,9 Prozent auf 9,5 Mio. Euro gestiegen, und in Schaden-Unfall mit einem Volumen von 216,0 Mio. Euro sei der neue Kfz-Tarif mit Ökobonus gut vom Markt angenommen worden. Über alles gerechnet liege das abgegrenzte Prämienvolumen im ersten Quartal mit 317,6 Mio. Euro faktisch auf Vorjahresniveau.

Optimierung der Portfolio-Struktur

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle in Schaden-Unfall seien im ersten Quartal um 4,8 Prozent auf 153,9 Mio. Euro gesunken, nach Rückversicherung liege der Rückgang sogar bei 15,8 Prozent. Dennoch seien alleine für die Schäden durch die Orkane Kyrill und Olli bisher Leistungen von fast 30 Mio. Euro an angefallen. Hier tragen die in der Vergangenheit zur Optimierung der Portfolio-Struktur gemachten Anstrengungen Früchte, so Littich.

Trotz der hohen Leistungen für Sturmschäden ist das versicherungstechnische Ergebnis mit 23,6 Mio. Euro laut Mitteilung deutlich positiv, und die Combined Ratio wurde mit 97,3 Prozent gegenüber dem Gesamtwert für 2006 noch um einen weiteren Prozentpunkt verbessert. Insgesamt wurde in den ersten drei Monaten 2007 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) im Jahresabstand auf 66,6 Mio. Euro fast verdoppelt.

Hauptstoßrichtung der Allianz für das laufende Jahr 2007 sei es, von den insgesamt mehr als 1,1 Millionen Kunden in Österreich noch mehr als Stammkunden zu gewinnen. (APA)