Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit Gewinnen beendet. Der ATX stieg 35,7 Punkte oder 0,76 Prozent auf 4.717,51 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 49 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 4.669 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York +0,62 Prozent, DAX/Frankfurt +0,50 Prozent, FTSE/London +0,05 Prozent und CAC-40/Paris +0,38 Prozent.

Nach einem über weite Strecken lustlosen Verlauf konnte der Wiener Markt im Späthandel noch zu einem kleinen Endspurt durchstarten und mit einem deutlicheren Plus schließen. Angetrieben wurde der ATX dabei vor allem von den Schwergewichten OMV und Raiffeisen.

OMV legen zu

OMV stiegen bei gutem Volumen um 2,33 Prozent auf 48,78 Euro (1.199.404 Stück). Für die am Mittwoch anstehenden Erstquartalszahlen des Konzerns werden am Markt einstellige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn erwartet.

Gut gesucht waren auch Raiffeisen International und stiegen um 3,36 Prozent auf 105,49 Euro (359.436 Stück). Aktienhändler sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem die Aktie in der Vorwoche in Reaktion auf Ergebnisse deutlich nachgegeben hatte.

Tagesgewinner im prime market waren AUA mit einem Plus von 4,05 Prozent auf 11,05 Euro (575.652 Stück). Händler zeigten sich überrascht über das Plus, ein Hintergrund war am Markt nicht bekannt. Am Mittwoch wird die Airline-Gruppe Passagierzahlen für die ersten vier Monate vorlegen.

Städtische im Plus

Gute Nachfrage orteten Händler auch in Wiener Städtische. Die Aktie schloss mit einem Plus von 1,83 Prozent auf 55,19 Euro (214.329 Stück). Bereits am Vortag hatte die Aktie in Reaktion auf überraschend gut ausgefallene Quartalszahlen deutlich zugelegt. Die Analysten von JP Morgan haben zudem ihr Kursziel für das Papier von 58 auf 62 Euro erhöht und ihre Empfehlung "overweight" bestätigt.

Quartalszahlen gab es am Dienstag auch von A-Tec und Mayr-Melnhof. Die A-Tec Aktie schloss mit einem Plus von 1,34 Prozent auf 163,79 Euro (47.008 Stück). Mayr-Melnhof ermäßigten sich hingegen leicht um 0,31 Prozent auf 165,46 Euro (8.087 Stück).

Unterschiedlich entwickelten sich nach den Quartalsergebnissen von Böhler-Uddeholm die beiden Stahlwerte. Böhler-Uddeholm selbst schlossen mit einem Minus von 0,97 Prozent auf 71,30 Euro (434.952 Stück). voestalpine legten hingegen um 1,13 Prozent auf 49,20 Euro zu (397.118 Stück). Vor dem Hintergrund der geplanten Übernahme von Böhler-Uddeholm durch voestalpine dürften die guten Zahlen für den Böhler-Aktienkurs keine größere Rolle mehr spielen, vermutete ein Aktienhändler.

Bwin schlossen nach der Vorlage von Quartalszahlen exakt unverändert bei 33,00 Euro (333.748 Stück). Die Zahlen waren Marktteilnehmern zufolge besser als erwartet ausgefallen. "Grob gesprochen sieht man, dass bwin die Kostenreduzierungen erfolgreich umgesetzt hat. Das spiegelt sich auch in den verbesserten Zahlen wieder", meinte die Erste Bank-Analystin Martina Pasching in einer ersten Reaktion. Näher analysieren müsse man noch die Entwicklung der Kundenzahlen, so die Analystin.

Unternehmens Invest unter Druck

Größter Verlierer im prime market waren Unternehmens Invest mit einem Minus von 2,41 Prozent auf 16,57 Euro (600 Stück). Verbund fielen bei höherem Volumen um 1,85 Prozent auf 37,05 Euro (168.243 Stück).

Die zehn größten Kursgewinner
      1. LENZING AG                        +5,43 Prozent
      2. OTTAKRINGER BRAUEREI AG VZ        +4,49 Prozent
      3. AUSTRIAN AIRLINES AG              +4,05 Prozent
      4. RAIFFEISEN  INT. BANK-HLDG AG     +3,36 Prozent
      5. PANKL RACING SYSTEMS AG           +2,85 Prozent
      6. OMV AG                            +2,33 Prozent
      7. MIBA AG VZ KAT. B                 +2,28 Prozent
      8. SEMPERIT AG HOLDING               +2,25 Prozent
      9. SW UMWELTTECHNIK AG               +2,04 Prozent
     10. FLUGHAFEN WIEN AG                 +1,89 Prozent
Die zehn größten Kursverlierer
      1. WEBFREETV.COM MULTIMEDIA AG       -4,44 Prozent
      2. ALLG.BAUGES.-A.PORR AG ST         -2,45 Prozent
      3. ALLG.BAUGES.-A.PORR AG VZ         -2,45 Prozent
      4. UNTERNEHMENS INVEST AG            -2,41 Prozent
      5. WOLFORD AG                        -2,38 Prozent
      6. BRAIN FORCE HOLDING AG            -2,19 Prozent
      7. CONWERT IMMOBILIEN INVEST AG      -2,04 Prozent
      8. FRAUENTHAL HOLDING AG             -2,00 Prozent
      9. FERATEL MEDIA TECHNOLOGIES AG     -1,92 Prozent
     10. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A     -1,85 Prozent 
(APA)