Bild nicht mehr verfügbar.

Die Rose als Paradiesgarten mit dualer Bedeutung

Foto: APA/AP-Alex-Brandon

"A rose is a rose is a rose" dichtete Gertrude Stein in ihrer Lyrik "Sacred Emily" 1913 und prägte damit eine neue Art der verbalen Tautologie. Doch nicht bloß tautologisch hinterließ die Rose in der gesamten Kulturgeschichte ihre viel(ver)sprechenden Spuren. Bei den Römern war sie die "Blume der Venus" und die griechische Aphrodite wurde als mystische Rose, Rosengarten, Rosengirlande etc. bezeichnet. Termini, die als Synonyme und Symbole für die weiblichen Genitalien dienten, von deren Anziehungskraft in der Liebesdichtung geschwärmt wurde und - nach wie vor wird. Wie zum Beispiel hier:

 

"Als ich die Knospe öffnete,
warf einen kleinen Samen
ich direkt in ihre Mitte.
Als ich die Blütenblätter auseinanderzog,
um zu bewundern ihre Lieblichkeit
suchend den Kelch in seinem
tiefsten Innern."

Geist & Reich will wissen, in welchen Gedichten und Liedern der Rose symbolische Bedeutung von Liebe und Sexualität zukommt. (dabu)