Karlsruhe - Die deutsche Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Unterstützer des Terrornetzwerks Al-Kaida erhoben. Dem seit Juli vergangenen Jahres in Untersuchungshaft sitzenden Deutsch-Marokkaner Redouane E.H. aus Kiel werde vorgeworfen, die Al-Kaida zwischen 2005 und 2006 durch Geld und Fachwissen unterstützt zu haben, teilte Generalbundesanwältin Monika Harms am Mittwoch in Karlsruhe mit. Dem 37-Jährigen würden neun Einzeltaten vorgeworfen, davon vier in Tateinheit mit Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Der Angeklagte soll in Kenntnis und Billigung der Ziele der Al Kaida insgesamt 5.000 Euro nach Ägypten und Syrien transferiert haben. Mit dem Geld sollte demnach Ausrüstung für so genannte Gotteskämpfer beschafft, die Teilnahme an einer Sprengstoffausbildung finanziert und ein Schleuser entlohnt werden. Er soll außerdem im Juni und Juli 2006 zusammen mit vier weiteren Personen eine terroristische Vereinigung im Ausland gegründet haben. Ziel dieser Vereinigung sollte es demnach sein, im Sudan eine Front gegen den Westen aufzubauen. Redouane E.H. habe die Aufgabe gehabt, Informationen zu beschaffen, technische Möglichkeiten abzuklären und sich um die Anwerbung von Ausbildern und Kadern zu kümmern. (APA/AFP)