Bregenz - Als eine der größten Gefahren für den Sport bezeichnete Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Donnerstag auf dem AIPS-Kongress in Bregenz den Gebrauch von Dopingmitteln. Vor rund 200 Sportjournalisten aus 112 Ländern betonte Gusenbauer, dass die Bundesregierung Doping in keinem Fall toleriere und ihren legistischen Beitrag zum Anti-Doping-Kampf leisten werde. "In den nächsten Monaten werden die geltenden Anti-Doping-Bestimmungen mit der Novellierung des Anti-Doping-Gesetzes verbessert und die UNESCO Anti-Doping-Konvention ins österreichische Recht übernommen", berichtete Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka. Gusenbauer verglich die jüngsten österreichischen Doping-Skandale mit dem Weinskandal Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. "Eine Konsequenz des Weinskandals war aber auch, dass Österreich eines der besten Wein-Gesetze adaptierte und österreichischer Wein mittlerweile wieder Weltruf genießt." Bereits damals habe man diese schockierenden Ereignisse als Chance gesehen, was auch heute im Hinblick auf Doping der Fall sei. (DER STANDARD Printausgabe 18.05.2007)