Wien – Die oberösterreichische Lenzing AG, weltweite Nummer eins bei der Herstellung von Fasern aus Zellulose, ist dank der guten Konjunktur und eines Zukaufs im ersten Quartal 2007 stark gewachsen. Der Konzernumsatz stieg um 13,8 Prozent auf 297,2 (261,2) Mio. Euro. Der Gewinn (Ebit) verbesserte sich um 42,5 Prozent auf den neuen Quartalsrekordwert von 32,5 (22,8) Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Kurs der Lenzing-Aktie legte in einem insgesamt positiven Umfeld deutlich zu.

Die starke Nachfrage nach Viskosefasern im ersten Quartal 2007 betraf nach Angaben des Unternehmens sowohl den Geschäftsbereich Textilfaser als auch die Einheit Nonwovens (z. B. Wundverbände). Lenzing Plastics hat im ersten Quartal 2007 mit dem Erwerb der deutschen Hahl Gruppe, die mit 1. April konsolidiert wurde, und dem Einstieg ins Karbonfasergeschäft neue Wachstumsakzente gesetzt. Während sich der Vorstand auch mit der Entwicklung der Division Technik zufrieden zeigte, räumte man beim langjährigen Sorgenkind Papier noch Verbesserungsbedarf ein. Insgesamt waren im Berichtszeitraum knapp 5300 Mitarbeiter in der Lenzing-Gruppe beschäftigt, um rund 250 mehr als im 1. Quartal 2006.

Für das zweite Quartal 2007 sei keine Änderung des positiven Marktumfeldes zu erkennen. Eine gewisse Unsicherheit am Markt könne von handelspolitischen Diskussionen in den USA über unzulässige Subventionen der chinesischen Textilindustrie, vom anhaltend schwachen Dollar sowie von den hohen Baumwolllagerbeständen in den USA ausgehen.

Für das Gesamtjahr ist man bei Lenzing ebenfalls zuversichtlich. Bei Anhalten der aktuell guten Rahmenbedingungen werde man an das Vorjahresergebnis anknüpfen können. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19./20.5.2007)