St. Pölten - Mit 6,4 Millionen Euro, ein Plus von 35,1 Prozent zu 2005, hat die Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG im Geschäftsjahr 2006 den höchsten Jahresüberschuss ihrer Geschichte erzielt. Auch sonst wurden die gesetzten Ziele erreicht oder sogar übertroffen: Zuwächse gab es sowohl bei den Provisionserträgen als auch bei den Zinserträgen, wurde bei einer Pressekonferenz am Freitag in St. Pölten bilanziert.

Die Bilanzsumme betrug im Vorjahr 2,031 Milliarden Euro, 2005 waren es noch 1,971 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis wurde um 100.000 Euro auf 15,2 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag für 2006 mit 12,4 Millionen Euro insgesamt 41 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Kundeneinlagen verzeichneten 2006 ein Plus von 3,1 Prozent. Die Zuwächse bei den Kundenausleihungen betrugen 3,5 Prozent. Generaldirektor Wolfgang Just führte das Geschäftsergebnis auch auf die positive Wirtschaftsentwicklung und steigende Investitionsbereitschaft zurück: "Für mich besonders erfreulich ist, dass vor allem Niederösterreichs Wirtschaft sich im Österreich-Vergleich verbessern konnte." Die Sparkasse Niederösterreich Mitte West konnte im Geschäftsjahr 2006 dank einer erneut gesteigerten Vertriebsleistung sowohl im Ertrag als auch beim Eigenkapital deutlich zulegen. Just: "Alle hoch gesteckten Ziele wurden erreicht oder sogar übertroffen."

Die Provisionserträge wuchsen um 14,3 Prozen. Ein Plus von 44 Prozent brachte das Dienstleistungsgeschäft mit Firmenkunden, erläuterte Vorstandsdirektor Helge Haslinger. Zufrieden zeigte er sich auch mit den kommerziellen Ausleihungen in Euro und Fremdwährung, die 2006 um vier Prozent auf 883 Millionen Euro gesteigert wurden. "Mit einem Plus von 34 Millionen Euro konnten wir das gesteckte Ziel deutlich übertreffen, und freuen uns, dass das Ergebnis bei gleich bleibenden Deckungsbeiträgen erreicht wurde", so der Vorstandsdirektor.

Mehr Spareinlagen

Die Spareinlagen konnten 2006 um 2,3 Prozent oder plus 22 Millionen Euro gesteigert werden, womit sich der Gesamtspareinlagenbestand der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG zum 31. Dezember 2006 auf rund 982 Mio. Euro erhöhte. Ein Rekordergebnis, eine Steigerung von 30 Prozent, wurde für das Vorjahr bei Dienstleistungserträgen vermeldet. Die Wertpapier-Dienstleistungserträge beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5,7 Millionen Euro. Die auf Wertpapierdepots veranlagten Kundengelder stiegen um knapp sieben Prozent auf insgesamt 634 Millionen Euro und das Volumen der "Assets under Management" wuchs um 24 Prozent auf 232 Millionen Euro.

Ein neuer Kooperationsvertrag mit der Erste Bank wurde von der Sparkasse NÖ Mitte West AG noch nicht unterschrieben, wie Just erläuterte. Dies soll "in den nächsten Wochen" der Fall sein.

Die Sparkassen in den Bundesländern sollen wie berichtet mit dem Wiener Spitzeninstitut Erste Bank in den nächsten Wochen und Monaten jene Zusatz-Vereinbarung unterschreiben, die der Sparkassengruppe konzernähnliche Strukturen verleihen soll. (APA)