Die Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für den Linuxtag in Berlin ist bei einigen Anhängern der freien Software auf deutliche Kritik gestoßen. Diese bezog sich vor allem auf die Positionen des Bundesinnenministers zu den Themen "Elektronische Überwachung" und "Bürgerrechte".

Förderung freier Software

Die Organisatoren der Messe- und Kongressveranstaltung sahen sich deshalb zu einer Stellungnahme verlasst, in der sie betonten, dass auch sie für eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen seien, dass dies jedoch nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung stehe. Hauptanliegen des Linuxtags sei die Förderung der Freien Software. Die jeweiligen Bundesinnenminister seien dabei ein wichtiger Partner gewesen, ohne den die Erfolge in der Vergangenheit nicht möglich gewesen wären.

Konträre Themen

Der Linuxtag sei aber immer auch schon eine Plattform gewesen, auf der auch konträre Themen diskutiert werden konnten, wenn diese einen Bezug zu Linux, Open Source oder Freier Software aufwiesen, heißt es weiter. Wegen des großen Interesses sei eine offene Diskussionsveranstaltung unter Beteiligung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung geplant, die sich dem Thema "Vorratsdatenspeicherung und ihre Auswirkung auf Freie Software" befassen werde. Auch werde der Unternehmensberater Eitel Dignatz in seinem Beitrag "Terrorbekämpfung: Operation Troja" seine kritische Haltung zu diesem Thema deutlich machen.(APA)