Monaco - Von über 30 Grad Lufttemperatur ist die Formel 1 am Mittwoch in Monaco empfangen worden. Dennoch zeichnen sich für das Renn-Wochenende erschwerte Bedingungen ab. Schon am Samstag soll eine Schlechtwetter-Front über der Cote d'Azur Regen an die Rennstrecke und damit wohl erschwerte Arbeitsbedingungen für die Piloten bringen.

Gerade auf dem engen Straßenkurs im Fürstentum ist Regen das Letzte, was die Fahrer wollen. Wo zwischen den Leitplanken Millimeterarbeit gefragt und Überholen praktisch unmöglich ist, machen Regen und schlechte Sicht das Fahren in den 800-PS-Boliden zu einem einzigen Roulette-Spiel. Zudem ist die am Samstag ausgefahrene Startaufstellung wie nirgendwo sonst ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis im Rennen.

Aber genau an diesem Samstag soll es in Monaco zum Teil heftig regnen. Vor allem der erste Teil der einstündigen Ausscheidung, wenn noch alle 22 Autos innerhalb weniger Minuten ihre Zeiten bringen müssen, verspricht also aufregende Bedingungen.

Und weil es auch am Renn-Sonntag noch eine rutschige Piste geben dürfte, sind Überraschungen auf dem Straßenkurs, der zudem jeden Tag auch für den öffentlichen Verkehr geöffnet wird, fast schon vorhersehbar. So war z.B. der Franzose Olivier Panis 1996 sensationell zu einem Monaco-Sieg gekommen.

Vermutlich werden die Fahrer deshalb schon am Samstag versuchen, mit allen Tricks eine gute Position zu erkämpfen. Wer sich allerdings mit zu viel Wasser gewaschen glaubt, als erlaubt ist, riskiert viel. Immer wieder werden und wurden Piloten wegen diverser Vergehen bestraft.

Erst vergangenes Jahr hatte Michael Schumacher in Monaco für einen Skandal gesorgt, nachdem er im Qualifying Fernando Alonso so offensichtlich blockiert hatte, dass er nach stundenlangen Verhandlungen seine Pole an den späteren Sieger Alonso verlor und vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen musste. Auch Giancarlo Fisichella war wegen einer Behinderung zurück versetzt worden. 2005 wurde Juan Pablo Montoya bestraft, weil er durch ein unmotiviertes Bremsmanöver eine Massenkollision ausgelöst hatte.

Deshalb gilt, was der zweifache Monaco-Sieger Niki Lauda immer predigt: "Man muss in Monaco das gesamte Wochenende unglaublich konzentriert sein. Gerade im Qualifying."(APA)