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Roddick am Return.

Foto: APA/EPA/Eggenberger
Pörtschach - US-Superstar Andy Roddick bleibt dem Hypo Group International in Pörtschach weiter erhalten. Der als Nummer zwei gesetzte Weltranglisten-Dritte benötigte am Mittwoch im Achtelfinale gegen den Dänen Kristian Pless nur 65 Minuten, ehe er sich mit 6:4,6:3 durchgesetzt hatte. Er trifft nun auf den Franzosen Gael Monfils , der den als Nummer 7 gesetzten Koreaner Hyung-taik Lee nach 1:39 Stunden mit 7:6 (5),6:4 ausgeschaltet hat.

"Es war gut bis jetzt, aber es ist noch ein weiter Weg zum Titel", wehrte Roddick voreilige Fragen nach seinem zweiten Österreich-Titel nach St. Pölten 2003 ab. Roddick war wie schon zum Auftakt gegen Alexander Peya nie wirklich in Gefahr, mit einem Break zum 6:4 holte er sich den ersten Satz. Im zweiten musste sich der Däne wegen einer Nackenverletzung auch noch behandeln lassen, der Widerstand schmolz daraufhin.

Roddick kann sich schon auf seinen nächsten Gegner einstellen, und der wird um einiges schwieriger zu schlagen sein. Frankreichs Jungstar Gael Monfils ist wohl der erste echte Prüfstein auf dem Weg zur French-Open-Form des US-Open-Siegers 2003. "Ich habe gegen ihn vergangenes Jahr im Viertelfinale von Rom verloren", ist Roddick gewarnt. Damals musste er sich dem dunkelhäutigen 1,93-m-Riesen sang- und klanglos 2:6,3:6 geschlagen geben.

Monfils, dessen Eltern aus der Karibik stammen (Vater aus Guadeloupe, Mutter aus Martinique), hat die vorangegangene Partie gegen den US-Star in Lyon 2005 auf Teppich ebenso glatt verloren.

Für Roddick, dessen Bruder und Coach John schon die Temperatur des Wörthersee getestet und auch schon eine Mountainbike-Tour unternommen hat, hat sich der Trip wohl schon ausgezahlt. Er brauchte unbedingt vor Paris noch ein paar Sand-Matches, und der Tipp von Main-Coach Jimmy Connors, die Wild Card in Pörtschach anzunehmen, war goldrichtig. "Wir werden uns aber wohl erst in Paris sehen", sagte Roddick über "Jimbo", der nun doch nicht nach Kärnten kommen wird. Aber er ist stets im Telefon-Kontakt mit der US-Legende. "Wir sprechen mehr über mein Spiel als über die Gegner, die kennt Jimmy ja nicht mehr alle", sagte ein lockerer Roddick.

Dass er vor vier Jahren in St. Pölten gewonnen und dann in Paris gleich als Turniersieger in Runde 1 verloren hat, sei kein schlechtes Omen. "Ich habe damals einfach nicht gut gespielt." Und nun hat er eben auch Aufholbedarf. "Ich habe in den vergangenen sechs Wochen nicht viel gespielt, hatte eine Verletzung beim Daviscup und dann war ich auch noch ein bisschen krank wegen eines Magenvirus."

Nach Rom ist er nach Hause gefolgen und hat hart an seiner Fitness gearbeitet. Denn der Sandplatz ist keinesfalls sein Lieblingsbelag. "Ich brauche definitiv dieses Turnier jetzt um meinem Selbstvertrauen in Richtung Roland Garros aufzubauen." Und er ist definitiv auf dem richtigen Weg." (APA)