Wien - Das österreichische Systemhaus ACP geht auf Einkaufstour und übernimmt den deutschen IT-Dienstleister "PC Service" mit Sitz nahe Stuttgart und Niederlassungen in München und Ulm. Die Anzahl der ACP-Standorte in Deutschland, wo weitere Zukäufe geplant sind, steigt damit auf insgesamt acht. Auch in der Schweiz und in Osteuropa halte man Ausschau nach Akquisitionszielen, teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, in einer Aussendung mit.

Die PC Service GmbH beschäftigt 85 Mitarbeiter und setzte im Geschäftsjahr 2005/2006 knapp 22 Mio. Euro um. Rund 80 Prozent der Aufträge des 1995 gegründeten Unternehmens kommen aus dem öffentlichen Bereich. Begonnen wurde die Expansion von ACP in Deutschland laut den Angaben im Jahr 2003 mit dem Kauf von vier Niederlassungen in Bayern.

Die Gründer und Geschäftsführer Martin Geiger und Nicola Geiger geben 100 Prozent ihrer Anteile an dem künftig unter ACP Stuttgart firmierenden Unternehmen an die ACP Deutschland Holding GmbH ab. Martin Geiger bleibt Geschäftsführer und wird an der ACP Deutschland Holding beteiligt, heißt es in der Aussendung.

Weitere Akquisitionen

"Unsere erklärte Strategie lautet, durch Akquisitionen rasch immer größer zu werden", erklärte ACP-Geschäftsführer Stefan Csizy. Aus diesem Grund ist Anfang des Vorjahres die schweizerische Beteiligungsgesellschaft Capvis mit 60 Prozent bei ACP eingestiegen. Die restlichen 40 Prozent befinden sich nach wie vor im Besitz der Firmengründer und leitenden Mitarbeiter.

Die ACP-Gruppe ist in Form einer Holding mit zahlreichen Tochtergesellschaften in Österreich und Deutschland organisiert und erzielte im Geschäftsjahr 2005 mit 631 Mitarbeitern einen Umsatz von 283,4 Millionen Euro. Das 1993 gegründete Unternehmen ist aktuell mit 22 Niederlassungen in Österreich und acht Standorten in Deutschland vertreten. (APA)