Die studentenreichsten Privatuniversitäten in Österreich werden von der öffentlichen Hand getragen. Im Bild: Ein Gebäude der UMIT

Foto: Umit
Wien - Die studentenreichsten Privatuniversitäten in Österreich werden von der öffentlichen Hand getragen. Laut heute, Donnerstag, veröffentlichten Daten der Statistik Austria besuchen die vom Land Oberösterreich finanzierte Anton Bruckner Privatuniversität Linz im laufenden Studienjahr 2006/07 863 Studenten, die vom Land Wien getragene Privatuniversität Konservatorium Wien 766 Studenten und die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT), hinter der das Land Tirol steht, 551 Studenten.

Reihung

Erst auf Platz vier folgt mit der Webster University Wien (513 Studenten) die erste private Einrichtung. Die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz der Diözese Linz kommt auf 422 Studenten, die zu einem großen Teil von Land und Stadt Salzburg sowie Salzburger Gemeinden finanzierte Paracelsus Privatuniversität auf 292 Studenten und die Sigmund Freud Privatuniversität auf 192 Studenten. Es folgen die von einer 100-prozentigen Tochter der Wirtschaftskammer Niederösterreich getragene Privatuni der Kreativwirtschaft St. Pölten mit 153 Studenten, die PEF Privatuniversität für Management Wien mit 108 und die TCM Privatuniversität LI SHI ZHEN Wien mit zwölf Studenten.

Finanzierung

Rechtlich ist das Engagement der öffentlichen Hand gedeckt: Das Universitäts-Akkreditierungsgesetz sieht für Privatuniversitäten nur ein Finanzierungsverbot durch den Bund vor - Länder, Gemeinden und Kammern sind davon nicht betroffen.

Insgesamt studieren 3.872 Personen an den zehn heimischen Privatunis, davon sind 1.235 Studienanfänger. Im Vergleich dazu sind an den öffentlichen Unis rund 220.000 Studenten inskribiert, rund 33.400 davon sind Studienanfänger. Ähnlich wie an den öffentlichen Universitäten gibt es an den Privatunis mit 54 Prozent einen leichten Frauenüberhang.

Höherer Ausländeranteil

Die Privatuniversitäten sind aber internationaler: Der Ausländeranteil ist mit 31 Prozent fast doppelt so hoch wie an den öffentlichen Unis. Allerdings schwankt dieser von Privatuni zu Privatuni: Während an der Webster University drei Viertel der Studierenden und am Konservatorium Wien 42 Prozent aus dem Ausland kommen, sind es an der Sigmund Freud Privatuniversität und der Privatuniversität der Kreativwirtschaft nur je ein Prozent bzw. darunter.(APA)