Wien - Erstliga-Absteiger Admira lässt im Kampf um Entschädigungszahlungen vom GAK nicht locker. Wie Manager Alexander Friedl am Samstag bekannt gab, hat sein Klub Klage gegen die Grazer sowie gegen die Republik Österreich eingebracht. "Wir gehen gegen den GAK vor. Bei der Klage gegen die Republik Österreich handelt es sich aber nur um ein formaljuridisches Erfordernis, die Vorgehensweise ist mit dem Finanzamt abgesprochen", betonte Friedl.

Der Zwangsausgleich des GAK war am 19. April durchgegangen, am 8. Mai wurden die Einsprüche von IMG und der Admira gegen diese Entscheidung abgewiesen. Die Südstädter hatten von den Grazern 3,7 Millionen Euro gefordert, weil sie im Vorjahr aus der Bundesliga abgestiegen waren, obwohl der GAK bei der Lizenzierung für die Saison 2006/07 geschummelt hatte. Die Admira-Forderungen wurden allerdings im Zwangsausgleichs-Verfahren nicht anerkannt, weswegen die Admira nun rechtliche Schritte einleitete.

"Wir wollen einfach nur unsere Quote von 20 Prozent (Anm.: rund 740.000 Euro)", meinte Friedl, der auch an einer anderen Front mit Ungemach zu kämpfen hat. Der iranische Kicker Amin Motevaselzadeh trat wegen ausständiger Zahlungen aus seinem bis 2008 laufenden Vertrag aus und wurde dabei laut der Tageszeitung "Österreich" (Samstag-Ausgabe) auch von der Spielergewerkschaft VdF unterstützt. Motevaselzadeh war in den vergangenen Monaten mit einem Touristen-Visum für die Admira im Einsatz, was von den Südstädtern in einer Aussendung am Samstag damit begründet wurde, dass die Behörden kein Grünes Licht erteilten. (APA)