Madrid - Elf mutmaßliche Islamisten sind von einem spanischen Gericht vom Vorwurf freigesprochen worden, Terroranschläge in Barcelona geplant zu haben. Es gebe keine eindeutigen Beweise dafür, dass die aus Pakistan stammenden Männer Bombenanschläge auf Hochhäuser oder ein Einkaufszentrum in der katalanischen Metropole geplant hätten, entschied der Nationale Gerichtshof am Dienstag in Madrid. Die Richter verurteilten jedoch drei der Angeklagten wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu je fünfeinhalb Jahren Haft.Nach Ansicht des Gerichts hatten die drei Männer höhere Geldbeträge an verschiedene Zellen des internationalen Terrornetzes Al Kaida geschickt. Einer von ihnen muss wegen Drogenhandels eine zusätzliche Haftstrafe von vier Jahren verbüßen. Zwei Angeklagte wurden wegen Urkundenfälschung zu je sechs Monaten Haft verurteilt. Die übrigen sechs wurden von allen Vorwürfen freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für die im September 2004 festgenommenen Männer 22 bis 32 Jahre Haft gefordert. (APA/dpa)