Riad - Junggesellen in Saudi-Arabien haben zukünftig einen schweren Stand: Die Apotheken in dem islamischen Königreich sollen für die Ausgabe des Potenzmittels Viagra nicht nur ein ärztliches Rezept verlangen, sondern auch die Vorlage des Familienbuchs. Damit sollen die Käufer nachweisen, dass sie verheiratet sind, wie die Zeitung "El-Jum" am Sonntag berichtet. Entsprechende Pläne bestätigte ein Verantwortlicher des Gesundheitsministeriums gegenüber dem Blatt. Apotheken, die sich nicht an die Auflagen halten, drohen demnach Sanktionen. Außereheliche Beziehungen sind in Saudi-Arabien strikt untersagt. In dem Land gilt das am Koran orientierte islamische Recht. Viagra war dort Anfang vergangenen Jahres eingeführt worden, nachdem der Mufti als höchste religiöse Instanz die Benutzung der Pille gebilligt hatte. (APA)