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Der Start des LHC (Large Hadron Collider) muss wegen "einer Ansammlung kleinerer Rückschläge" verschoben werden.

Foto: APA/EPA/Martial Trezzini
Genf - Wegen technischer Probleme hat das Genfer Forschungszentrum CERN die geplanten ersten Tests an einem milliardenteuren Teilchenbeschleuniger vorerst vertagt. Die Probeläufe am Großen Hadronenbeschleuniger (LHC) könnten erst im Frühjahr 2008 und nicht wie bisher geplant im November beginnen, teilte das CERN am Montagabend mit.

"Ansammlung kleinerer Rückschläge"

Die vollständige Inbetriebnahme sei ohnehin für diesen Termin geplant gewesen. Ein Sprecher begründete die Verschiebung mit "einer Ansammlung kleinerer Rückschläge" bei dem seit 15 Jahren dauernden Bau des Beschleunigers, der nach seiner Fertigstellung der weltweit leistungsstärkste sein soll.

Die 27 Kilometer lange Röhre verläuft in hundert Metern Tiefe im Grenzgebiet zwischen Frankreich und der Schweiz. An ihrem Bau sind mehr als 10.000 Physiker sowie 500 Forschungsinstitute und Firmen aus der ganzen Welt beteiligt. In den Röhren sollen unter anderem energiegeladene Protonen - positiv geladene Elementarteilchen - in entgegengesetzter Richtung beschleunigt und zur Kollision gebracht werden.

Vorgänge auf subatomarer Ebene

Die Wissenschaftler erhoffen sich aus ihren Versuchen neue Erkenntnisse über die Vorgänge auf subatomarer Ebene, die dunkle Materie im Universum sowie über den Ursprung der Masse. Die Organisatoren bezeichnen den Bau des LHC als "ehrgeizigstes Wissenschaftsprojekt aller Zeiten". (APA)