Kühlungsborn - Der Kreml hat die Kritik von US-Präsident George W. Bush an einer mangelnden Demokratisierung Russlands zurückgewiesen. "Russland ist ein demokratisches Land, das die gemeinsamen Werte der Welt und Europas teilt", sagte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow am Dienstagabend vor Journalisten in Kühlungsborn.

Er übte seinerseits Kritik an den USA, deren "einseitige Entscheidungen und Doppelmoral unannehmbar" seien. Zugleich wiederholte er die russischen Bedenken gegen den geplanten Raketenschild der USA in Osteuropa. Bei einem Treffen zwischen Bush und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Donnerstag am Rande des G-8-Gipfels in Heiligendamm sollten "diese schmerzlichen Fragen" offen angesprochen werden.

Bush hatte am Dienstagnachmittag bei einem Besuch in Prag gesagt, Russland sei bei der Demokratisierung vom Weg abgekommen. Die versprochenen Reformen zur Stärkung der Bürgerrechte seien "entgleist". (APA)