Bagdad - Ein Vertreter des geistlichen Oberhauptes der irakischen Schiiten, des Großajatollahs Ali al-Sistani, ist in der Pilgerstadt Najaf ermordet worden. Nach Angaben des Senders Stimme des Irak erschossen drei Unbekannte am Mittwoch Scheich Raheem al- Hesnawi vor seinem Haus in Najaf, rund 160 Kilometer südwestlich von Bagdad.

Unterdessen beschuldigte der radikale Schiiten-Führer Moktada al-Sadr die US-geführten Koalitionstruppen, für die Gewalt zwischen den irakischen Religionsgruppen verantwortlich zu sein. In einem Fernsehinterview, das nach Medienberichten an diesem Donnerstag ausgestrahlt werden sollte, schloss er zugleich einen Bürgerkrieg im Irak aus. Das irakische Volk werde jenen nicht auf den Leim gehen, die dies (einen Bürgerkrieg) geschehen lassen wollten, allen voran die USA, wurde Al-Sadr zitiert.

Sieben Tote bei Autobomben-Anschlag

Bei zwei kurz aufeinander folgenden Bombenexplosionen sind in einem schiitischen Viertel der irakischen Hauptstadt Bagdad am Mittwoch mindestens sieben Menschen getötet worden. Außerdem habe es 25 Verletzte gegeben, teilte die Polizei mit. Die erste Bombe detonierte den Angaben zufolge in einem geparkten Auto in der Nähe eines zentralen Platzes im Stadtteil Kadhimija, die zweite nur Minuten später an einem von vielen Einkäufern benutzten Parkplatz.

Erst am Dienstag waren bei der Explosion einer Autobombe in Falluja mindestens 19 Menschen getötet und etwa 25 verletzt worden. Die Bombe detonierte den Angaben zufolge auf einem Markt vor der westirakischen Stadt. (APA/Reuters/red)